SELBSTFÜRSORGE.....
......soll uns daran erinnern wie wertvoll es ist, sich selbst Aufmerksamkeit zu schenken.
Unsere Grenzen wahr zu nehmen ist in unserem hektischen Leben nicht einfach.
Müssen wir immer und überall erreichbar sein. Haben wir Angst was zu verpassen?
Freundlich mit uns selber umzugehen. Unsere Widerstandskraft stärken.
Das heißt: Wer sich regelmäßig Zeit für sich selber nimmt,unterstützt Körper und Seele.
Lass mein Sterben dein Gewinn sein.Lebe dein Leben fortan etwas bewusster. Es wird schöner,reifer und tiefer,inniger und freudiger sein, als es je zuvor war, vor meiner letzten Stunde.
Dieses Schreiben durfte ich, als mein Mann gestorben war aus dem Hospiz mitnehmen.
Schon vorher hatte ich Probleme mit meinem linken Auge. Ich sah aufeinmal versetzt oder doppelt. Autofahren ist erst mal nicht gestattet. Auch ist mein Gang unsicher.
Diese Symptome bekam ich, als ich spürte die Aufgabe der Pflege meines Mannes hat mich überfordert. Hinzu kam noch bei ihm die Diagnose Krebs der gestreut hat.
Ich habe nur noch funktioniert und ich dachte ich schaffe alles mit links.
Das war ein Trugschluss.
Die Trauer lasse ich zu. In der Trauer Halt zu erfahren ist so kostbar. Jetzt lerne ich viele Menschen kennen die nach einem Trauerfall psychisch und physisch krank wurden. Auch ich gehöre dazu. Das ich nicht gut sehen kann ist das Resultat meiner Überforderung. Der wochenlange Stress mit dem Umzug, die Krankehausaufenthalte meines Mannes, der so unglücklich war nicht zuhause sein zu können.Mein schlechtes Gewissen ihm diesen Wunsch nicht zu erfüllen können..
Ich weiß es wird nie wieder wie vorher. Abschied und Trauer gehören zu unserem Leben. Doch wenn ein geliebter Mensch stirbt, haben wir das Gefühl den Halt zu verlieren. Doch die Trauer hilft uns wieder in ein erfülltes Leben zu kommen, auch wenn alles anders ist.
Es gibt Trauerbrücken, Verein für Trauerbegleitung, Haltestellen für Trauernde.
Es darf anders wieder gut werden.
Ich mache Augen Yoga, gehe mit meinem Rollator ( der mir Halt gibt) lasse mich massieren, nehme die Hilfe von Freundinnen an. Neurologisch lasse ich mich auch untersuchen, damit ausgeschlossen wird das ich eventuell einen Schlaganfall hatte. Das hat sich bis jetzt nicht bewahrheitet. Ich bin auch in der Sehschule. Was es nicht alles gibt. Da sind aber auch schon Besserungen im Gesichtsfeld festgestellt worden.
Das ist nicht immer leicht. Aber es wird mit der Zeit leichter!




